Die Stadtregierung von Lugano hat heute zu Handen des Gemeinderats die Botschaft mit den Kreditanträgen verabschiedet, die zur weiteren Ausarbeitung des Projekts der sportlichen und administrativen Strukturen des Sport- und Veranstaltungszentrums (PSE) bis zum Bewilligungsverfahren (9,39 Mio. Franken) notwendig sind; die Gesamtplanung des Geländes südlich von Cornaredo mit der neuen Leichtathletikbahn (1 Mio. Franken); der Entwurf für den Bau eines Sportzentrums auf dem Areal Al Maglio in Canobbio (3.3 Mio. Franken); und die Aktualisierung des Quartierplans (300'000 Franken).

Der Bau des Sport- und Veranstaltungszentrums im neuen Stadteil Cornaredo (NQC), einer modernen und wettbewerbsfähigen Infrastruktur – mit öffentlichen und privaten Sektoren -, deren Ziel es ist, den Sportvereinen Strukturen zur Verfügung zu stellen, die den Anforderungen der nationalen Sportverbände gerecht werden; Platz für individuelle und kollektive sportliche Tätigkeiten; ein neues Verwaltungsgebäude und Räumlichkeiten für Veranstaltungen von kantonalem, nationalem und internationalem Interesse. Das Sportzentrum wird durch einen neu konzipiertes Areal Al Maglio di Canobbio ergänzt werden.

Dank eines bereits 2017 durch die Legislative genehmigten Planungskredits hat die Stadt das Gesamtprojekt des PSE und das Mandat für eine Parallelstudie für das Sportareal Al Maglio in Canobbio finanziert. Drüber hinaus wurde die Vorqualifikationsphase der Investorenausschreibung eingeleitet, der eine zweiten Phase zur Auswahl des privaten Partners aufgrund des finanziellen Angebots folgen wird. Die öffentlich-private Partnerschaft kann dann perfektioniert und dem Gemeinderat vorgelegt werden. Es wird auch möglich sein, den Quartierplan in Bezug auf den privaten Sektor zu aktualisieren. Die Planung von Wohnungen steht im Einklang mit der Variante des Bebaungsplans (PR-NQC), der gegenwärtig von der Legislative geprüft wird.

Der Planungskredit, der Gegenstand des aktuellen Antrags ist, wird es wiederum ermöglichen, die bereits geleistete Arbeit zu verfeinern:

  • Weiterführung der Planung der sportlichen Infrastrukturen des PSE;
  • Durchführung der Kontrollen für die Logistik der Stadtverwaltung;
  • Planung der temporären Infrastrukturen, die für die Kontinuität der Tätigkeit des FCL-Football Club Lugano in Cornaredo während der Baustelle notwendig sind;
  • Fortsetzung der endgültigen Planung und der Auftragsvergabe für den Ausbau des Areals Maglio, um die aufgrund des Bauplatzes in Cornardeo beseitigten Spielfelder rechtzeitig bauen zu können;
  • Vertiefung und Optimierung des Gesamtprojekts zur Einleitung eines Baugenehmigungsverfahrens im Rahmen der mit der SFL-Swiss Football League vereinbarten Bedingungen (Sommer 2021);
  • Fortzsetzung der Planung des Areals Cornaredo Sud einschliesslich der Leichtathletikanlage und der städtebaulichen Neugestaltung;
  • Berücksichtigung der Infrastrukturarbeiten und der Gestaltung der Aussenräume im Rahmen des Kantonsstrasse-Projekts.

Dioe neuen Sportanlagen in Cornaredo

Die Sportarena ist der wichtigste Teil des PSE-Komplexes. Das neue Stadion wird in der Lage sein, Super League-Spiele und internationale Wettkämpfe auszurichten, eine Kapazität von 10.000 Zuschauern bieten und über ausreichende organisatorische, technische und logistische Strukturen verfügen, um den Bedingungen eines Stadions der Kategorie A (A+) gerecht zu werden. Die Stadt wird Eigentümerin der Arena sein, während die Verwaltung einem privaten Unternehmen im Besitz des FCL übertragen wird, das in sportlicher Hinsicht Seite unabhängig ist. In einer Vereinbarung zwischen der Stadt Lugano, der FCL SA und der künftigen Verwaltungsgesellschaft werden Verantwortlichkeiten und Aufgaben festgelegt.

Der Sportpalast wird sich positiv auf die Entwicklung der lokalen Hallensportarten auswirken und zu einem regionalen und nationalen Kompetenzzentrum werden. Die Infrastruktur ist für die tägliche Sportausübung, nationale und internationale Wettkämpfe von Vereinen und Verbänden, Events und Veranstaltungen für eine maximale Kapazität von 4'000 Zuschauern ausgestattet. Die Doppelsporthalle und die für bestimmte Disziplinen vorgesehenen Räumlichkeiten werden für Basketball, Volleyball, Rhythmische Gymnastik, Fechten, Judo und Tischtennis Platz bieten. Vorgesehen sind ausserdem Lokale für Training und körperliche Erholung, ein Fitnessraum, Räume für Physiotherapie und die Verwaltung.

Die nationalen Basketball-, Fecht- und Judoverbände haben dem Bundesamt für Sport ihr Interesse signalisiert, dass der Sportpalast in das «Nationale Sportanlagenkonzept» aufgenommen wird, das – nach Art. 13 des Bundesgesetzes über die Raumplanung – als Planungs- und Koordinationsinstrument dient und die Grundlage für die Gewährung von Finanzhilfen an Sportstätten auf nationaler Ebene bildet.

Leichtathletikanlage und Fussballfeld mit Naturrasen: Nach dem Bau des PSE beginnt die Neugestaltung der Fläche südlich von Cornaredo (12.500 m2, inklusive Rad-/Fussgängerwege). Vorgesehen sind eine neue 400 m lange Leichtathletikanlage mit 6 Bahnen, ein neues Fussballfeld mit Naturrasen, Umkleideräume, Lagerräume, Büros und eine überdachte Tribüne mit 300 Sitzplätzen. Die Vorteile sind zahlreich: Präsenz aller sportlichen Disziplinen, Synergien zwischen den verschiedenen sportlichen Tätigkeiten und Konsolidierung der städtischen und landschaftlichen Neugestaltung des von der Erweitung der Kantonsstrasse betroffenen Gebietes.

Provisorisches Stadion für die Super League 2021-2023

In Absprache mit dem SFL und dem FCL hat die Stadt ein Konzept für ein temporäres Stadion in Cornaredo entwickelt, damit die erste Mannschaft des FCL während des Baus der PSE ihre Tätigkeit fortsetzen kann. Die aus Sicht der Logistik, der Sicherheit und der Kosten optimale Lösung besteht darin, an der Süd- und Nordseite zwei überdachte Tribünen anstelle der Monte Brè-Tribüne zu errichten. Dieses temporäre Stadion wird eine Kapazität von 6.400 Sitzplätzen haben.

Ein neues Gebäude für die gesamte Verwaltung

Im Jahr 2015 führte die Stadt ein solides und organisches Organisationsmodell ein (PNA-Progetto Nuova Amministrazione), dessen Ziel es ist, die Qualität der Verwaltungsdienstleistungen in Bezug auf Effizienz und Innovation zu verbessern. In diesem Zusammenhang hat die Stadtregierung die Schaffung eines neuen Gebäudes für die gesamte Verwaltung genehmigt, dem der Gemeinderat zugestimmt hat. Zu den Vorteilen gehören: Qualität der öffentlichen Dienstleistungen, Optimierung der Abläufe, Reduzierung der Betriebs- und Unterhaltskosten der Gebäude, Erreichbarkeit für die Nutzer, die sich heute an verschiedene Orte begeben müssen, um administrative Praktiken zu erledigen. Das neue Verwaltungsgebäude ist im Ostturm des PSE geplant, es wird 361 Mitarbeiter beherbergen (von denen gegenwärtig rund hundert im Stadtzentrum arbeiten) und wird den Bedarf der Stadt bis 2050/55 decken, bei einem Anstieg der Dienstleistungen von 1% pro Jahr (durchschnittliches Wachstum der Wohnbevölkerung). Die Aufrechterhaltung der Verwaltung in den bestehenden Gebäuden würde hingegen ab 2025 grosse Investitionen und einen weiteren Ausbau des Immobilienbestandes erfordern.

Das Areal Al Maglio

Am 27. Juni erteilte die Stadtregierung Lugano dem Team Maglio 2019 (Orsi & Associati, Land Suisse, Studio ingegneria Lepori) das definitive Planungsmandat für die Strukturen zur Unterstützung des Fussballfeldes Cornaredo, die auf dem Areal des Sport- und Freizeitzentrums Al Maglio in Canobbio vorgesehen sind. Die geschätzten Kosten für die Arbeiten – die Schaffung eines Sport- und Freizeitparks und die Umgestaltung einer Fläche von 100'000 m2 – betragen 23.6 Mio. Franken. Die Arbeiten sollen bis 2021 abgeschlossen sein, im Einklang mit dem Beginn der PSE-Baustelle. Auf dem Areal ist ein regionales Curlingzentrum geplant. Die Zusammenarbeit zwischen Canobbio und Lugano wird durch eine Vereinbarung geregelt werden. Darüber hinaus haben der Kanton als Eigentümer eines Teils des Landes, und die Stadt ebenfalls eine Vereinbarung unterzeichnet – die von der Stadtregierung am 11. April und vom Staatsrat am 5. Juni 2019 genehmigt wurde und der nun noch der Grosse Rat zustimmen muss.

Öffentlich-private Partnerschaft (PPP)

Das gewählte PPP-Modell sieht vor, dass der private Partner die öffentlichen Strukturen, die Eigentum der Stadt bleiben und auch von ihr verwaltet werden, (mit)entwickelt, implementiert und finanziert. Das Investorenausschreiben, in dessen Verlauf zwei Kandidaten ausgewählt wurden, hat den Ausschreibungsbereich in zwei Teile unterteilt: Der erste Teil betrifft die öffentlichen Interventionen, der zweite die private. Die Stadt wird von privaten Mitteln für die Entwicklung und den Bau der Sportanlagen (Sportarena und Sportpalast) profitieren, wobei sie Eigentümerin derselben und des Landes, auf dem sie gebaut werden, bleibt. Die öffentliche sportliche Bausubstanz wird der öffentlichen Hand vom privaten Sektor gebrauchsfertig übergeben, während die Verwaltungsbüros gebrauchsfertig mit einem Mietvertrag von 25 Jahren, der zweimal für jeweils weitere 10 Jahre verlängert werden kann, übergeben werden. Im Falle der Sportanlagen handelt es sich um ein Finanzierungsleasing, das vorsieht, den Privaten die Grundstücke zur Verfügung zu stellen; im Falle der Verwaltungsgebäude handelt es sich um einen Mietvertrag. Im Gegenzug zahlt die Stadt dem privaten Investor während 25 Jahren in jährlichen Raten eine Entschädigung zur Deckung der Kosten für die Finanzierung und Amortisation der öffentlichen Bausubstanz und einen jährlichen Mietzins ab dem Zeitpunkt der Übergabe der Räumlichkeiten für die Büros der Stadtverwaltung. Die Vereinbarung über die öffentlich-private Partnerschaft wird dem Gemeinderat vorgelegt.

Planungshonorare

Planung der öffentlichen Teile

Um die Kontinuität bei der Planung der öffentlichen Teile des Projekts zu gewährleisten, müssen dem Genehmigungsverfahren bestimmte Leistungen vorausgehen. Die öffentlichen Teile werden vor den privaten Teilen fertiggestellt und ihre Realisierung darf nicht durch das Auswahlverfahren des privaten Partners unterbrochen werden. Überdies erfordern die Projektschnittstellen zwischen öffentlichem Raum und Sportinfrastrukturen eine koordinierte Entwicklung des Projekts. Um diese Planungsphase bis zur Baugenehmigung der öffentlichen Infrastrukturen des PSE und der notwendigen privaten Interventionen (Aussenanlage, Türme, Parkhäuser, Parkpläte, Dienstleistungsblock) abzuschliessen, ist ein Planungskredit von 9.39 Mio. Franken erforderlich.

Planung des Sektors Cornaredo Sud

Die Gesamtplanungskosten für die Entwicklung dieses Areals, einschliesslich der neuen Leichtathletikbahn, betragen 1 Million Franken.

Planung der komplementären Sportanlagen

Die Planungskosten für die Entwicklung eines Sport- und Freizeitzentrums auf dem Gelände des Maglio in Canobbio belaufen sich auf 3.3 Millionen Franken.

Quartiersplan (PQ)

Für die Aktualisierung des PQ ist ein Kredit von 300'000 Franken erforderlich.

 

Die Botschaft wird an den Gemeinderat weitergeleitet. Die Stadtregierung hofft, dass der Kredit bis spätestens März 2020 genehmigt wird.

 

Für weitere Informationen

Marco Borradori Bürgermeister, Amt für Institutionen, Handynr. +41 79 636 50 38

Roberto Badaracco Stadtrat, Amt für Kultur, Sport und Veranstaltungen, Handynr. +41 79 621 82 21

Cristina Zanini Barzaghi Stadträtin, Amt für Immobilien, Handynr. +41 79 423 78 29

 
Hébergé par Infomaniak Network
 
Entwickelt durch
 
Lausanne, Capitale olympique