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In den letzten zwei Jahren erarbeitete das Bundesamt für Umwelt (BAFU) eine neue Vollzugshilfe zur Beurteilung des von Sportanlagen ausgehenden Lärms.

Dies geschah auf Intervention und in enger Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Schweizerischer Sportämter (ASSA). Die bestehende Vollzugshilfe von 2013 wurde als zu restriktiv beurteilt. Vor einigen Tagen wurde die neue Vollzugshilfe publiziert.

In der Schweiz gibt es keine Gesetzgebung zur Regelung der Lärmemissionen im Rahmen des Betriebs von Sportanlagen. Diese Rechtslücke zwang die Gerichte bei Konflikten, sich auf die Vollzugshilfe zu berufen, die 2013 vom BAFU veröffentlicht wurde. Die deutsche Sportanlagenlärmschutzverordnung, die als Basis für die Vollzugshilfe beigezogen wurde, ist nicht auf die nationalen Gegebenheiten hinsichtlich Raumplanung und Bau von Sportanlagen ausgerichtet. Weiter waren die empfohlenen Richtwerte der Lärmemissionen zu rigide. In einigen Städten haben diese Einschränkungen eine sinnvolle Auslastung von Sportanlagen verhindert. Dies ist im Hinblick auf die hohen Investitionen bei Sportinfrastrukturen, der Raumknappheit insbesondere in urbanen Gebieten und dem hohen Bedarfsdruck alles andere als sinnvoll.

Diese Situation und die drohenden Konflikte in den Städten und Gemeinden bewegte die ASSA sich an den Bund zu wenden. Das BAFU willigte infolge der ASSA-Intervention ein, die Vollzugshilfe anzupassen.

Der angepassten Vollzugshilfe liegen zahlreiche Verhandlungen und ein konstruktiver Dialog zwischen dem BAFU, der ASSA und den einbezogenen Fachstellen und Experten zu Grunde.

Für die Städte und Gemeinden schreibt die neue Vollzugshilfe nun besser angepasste Normen hinsichtlich des Lärmschutzes vor. Auch scheint die Verhältnismässigkeit nun gegeben.

Alle Informationen finden Sie auf der Internetseite des BAFU.

 

Dokumente zum herunterladen:

- Newsletter - November 2017

- Neue Vollzugshilfe Lärm von Sportanlagen

- Merkblatt «Sport und Lärm»