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Mehr Sport – weniger Formulare PDF Drucken E-Mail

Dass Trainerinnen und Funktionäre der Sportvereine eine wichtige Aufgabe im Dienste der Allgemeinheit erfüllen, ist unbestritten. Besonders wertvoll ist die direkt auf dem Sportplatz oder in der Halle mit Jugendlichen geleistete Arbeit. Die Vereine sollten ihre Kräfte möglichst dort einsetzen, wo sie zugunsten der aktiven Sporttätigkeit etwas bewegen können. Es ist deshalb bedauerlich, wenn „Sportzeit“ wegen administrativen Doppelspurigkeiten verloren geht. Genau dies geschieht aber regelmässig im Zusammenhang mit den Beiträgen, die der Bund und auch viele Gemeinden an die im Jugendsport aktiven Vereinen ausrichten. In der Regel müssen die Vereine bei den Gemeinden nämlich ein Gesuchsformular mit Angaben über die Trainings und die teilnehmenden Jugendlichen einreichen. Weitgehend die gleichen Angaben haben sie zuvor bereits in die J+S-Datenbank des Bundes eingegeben.

Gleichzeitig mit dem neuen Sportförderungsgesetz befasst sich das Parlament mit dem unbestrittenen „Bundesgesetz über die Informationssysteme des Bundes im Bereich Sport“. Aufgrund eines in der Vernehmlassung gestellten Antrags der ASSA, des Städteverbandes, der Konferenz der kantonalen Sportbeauftragten (KKS) und verschiedener Kantone sollen in Zukunft die vom Bundesamt für Sport erfassten Daten auch Gemeinden zugänglich gemacht werden. Es wäre also theoretisch möglich, dass die Vereine die Angaben über ihre Jugendabteilungen nur noch einmal eingeben müssen, wenn diese sowohl für die J+S-Abrechnung als auch für die Subventionszuteilung durch die Gemeinden genutzt werden können.

Die ASSA wird am Ball bleiben und möchte dafür sorgen, dass aus dieser theoretischen Möglichkeit gängige Praxis wird. Wir werden im Rahmen der Ausarbeitung der Verordnung zum neuen Sportförderungsgesetz mit dem Bundesamt für Sport Lösungsmöglichkeiten diskutieren. Profitieren von einer solchen Zusammenarbeit würden alle:

  • Die Vereine könnten sich vermehrt auf ihre Arbeit im aktiven Sport konzentrieren.
  • Die Gemeinden könnten ihre Daten-Qualität erhöhen (z.B. die Leiterqualifikationen aus der J+S-Datenbank übernehmen) und möglicherweise auch den administrativen Aufwand reduzieren.
  • Gleichzeitig würden die Ziele der Sportpolitik des Bundes unterstützt, wenn die Gemeinden jene Vereine bevorzugt behandeln, die ihre Trainings über J+S anmelden und Leiterinnen und Leiter mit J+S- bzw. J+S-Kids-Qualifikationen einsetzen.