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Nr. 3 / 2015 - Dezember  facebook  twitter  
       

Nach Neuenburg: Sind die kantonalen Sportämter gefährdet?
Sportamt - Kanton Neuenburg

Quelle: Kanton Neuenburg

«Eine zentrale Dimension des Gesellschaftslebens, der Erziehung, Kultur und sozialen Integration»: Mit diesen Worten unterstreicht der Kanton Neuenburg die Bedeutung von Sport und Bewegung und fügt hinzu, «dass die Sportförderung und –entwicklung Ziele im öffentlichen Interesse sind.» Doch trotz des vielen Lobes hat der Neuenburger Staatsrat kürzlich entschieden, das kantonale Sportamt im Zug der Umsetzung von Sparmassnahmen abzuschaffen.

Es ist unbestritten, dass heute zahlreiche öffentliche Ämter und Institutionen mit schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen konfrontiert sind. Ebenso klar ist, dass diese Institutionen für eine Vielzahl von Aufgaben in verschiedensten Bereichen zuständig sind und sich die politischen Verantwortlichen heute gezwungen sehen, schwierige Entscheidungen zu treffen. Dennoch stösst der Neuenburger Entscheid angesichts der Tatsache, dass die Bedeutung von Sport und Bewegung allgemein anerkannt ist, in der Sportwelt auf grosses Unverständnis.

Das von den Behörden 2004 neu aufgestellte kantonale Sportamt Neuenburg fällt somit den vom Staatsrat geplanten Sparmassnahmen zum Opfer, trotz des vor zwei Jahren in Kraft getretenen kantonalen Sportgesetzes.

In den vergangenen Jahren wurden die kantonalen Sportämter ausgebaut. Vielfältige Aufgaben wie die Organisation und Umsetzung von Jugend und Sport, die Gestaltung und Koordination von Programmen für die Verknüpfung von Sport und Ausbildung, die Förderung von Sport und Bewegung sowie die Ausarbeitung von Fördermassnahmen für die Durchführung von Sportanlässen werden heute vom kantonalen Sportamt zentral ausgeführt. Parallel dazu hat der Bund den Kantonen eine wichtige Rolle der Förderung von Sport und Bewegung zugewiesen. Das kürzlich in Kraft getretene Sportförderungsgesetz des Bundes verweist mehrmals auf die Kantone, die zudem als direkter Ansprechpartner des Bundesamts für Sport (BASPO) fungieren.

Die Ankündigung der Abschaffung des kantonalen Sportamts Neu-enburg setzt ein negatives Signal für die Sportförderung. Es bleibt zu hoffen, dass die anderen Kantone diesem Beispiel nicht folgen.

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Liebe Leserinnen und Leser

Die Sportförderung ist Aufgabe aller politischen Akteure, sowohl des Bun-des, als auch der Kantone und Gemeinden. Trotz der Sparmassnahmen, zu denen sich eine wachsende Zahl von öffentlichen Institutionen gezwungen sieht, hoffen wir und setzen wir uns dafür ein, dass das Thema Sport und Bewegung beim Bund sowie auf kantonaler und Gemeindeebene seinen Stellenwert beibehält. Sportämter sind naturgemäss mit Kosten verbunden, spielen jedoch eine Schlüsselrolle bei der Sportförderung.

Das Jahr 2015 neigt sich dem Ende entgegen und es ist Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen. Auch dieses Jahr wieder hat die Arbeitsgemeinschaft schweizerischer Sportämter die Inte-ressen ihrer Mitglieder bei den natio-nalen Institutionen, insbesondere beim Bundesamt für Sport (BASPO), bei Swiss Olympic sowie bei der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) effizient vertreten und verteidigt. Die Zusammenarbeit mit den Partnern war, wie bereits seit mehreren Jahren, auch dieses Jahr wieder ausgezeichnet und wir freuen uns, sie auch 2016 erfolgreich weiterzuführen.

Ich hoffe, Sie weiterhin zu unseren Leserinnen und Lesern zählen zu dürfen und wünsche Ihnen alles Gute für das kommende Jahr 2016.

Sami Kanaan, Präsident ASSA
Verwaltungsrat der Stadt Genf

 

Herausgeber und Redaktion:
Arbeitsgemeinschaft Schweizerischer Sportämter
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