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Nr. 2 / 2012 - August  
       

NASAK – eine Erfolgsgeschichte

Installations sportives
Unterstützt wurden grosse und auch viele kleinere Sportanlagen in der ganzen Schweiz. Bild: Nationale Baseball-Anlage am Stadtrand von Zürich.

Sportanlagen von nationaler Bedeutung: noch viele Bedürfnisse
Am 7. Juni 2012 hat der Nationalrat der Vorlage über „Finanzhilfen an Sportanlagen von nationaler Bedeutung“ zugestimmt. Während der Bundesrat die Wünsche des Sports nur teilweise erfüllen wollte und einen Kredit von 50 Mio. Fr. beantragte, erhöhte der Nationalrat den Betrag auf 70 Mio. Fr. und gewährte dem zuständigen Departement zudem etwas mehr Flexibilität bei der Zuteilung der Beiträge. Das Geschäft geht nun an den Ständerat und steht für die Sitzung vom 27. August auf der Traktandenliste der vorberatenden Kommission WBK (Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur). Wir hoffen auf einen sportfreundlichen Ständerat.

Das Nationale Sportanlagenkonzept (NASAK) hat sich zu einem wirksamen Sportförderungsinstrument entwickelt und ist ein wich-tiger Bestandteil der Leistungssportförderung (gemäss neuem Sportförderungsgesetz verbindlicher Auftrag des Bundes). Im Rahmen der NASAK-Vorlagen 1 bis 3 wurden Finanzhilfen von 94 Mio. Fr. bewilligt, was Investitionen in der Höhe von rund 850 Mio. Fr. auslöste. Das NASAK 4 soll nochmals Investitionen von rund 500 Mio. Fr. ermöglichen (Details siehe Botschaft des Bundesrates).

Der Sportanlagenbau in unserem Land wird hauptsächlich von den Gemeinden getragen. Diese fühlen sich zuständig für die Deckung der Bedürfnisse ihrer Bevölkerung, d.h. für die dem Breitensport dienende Sportinfrastruktur. Die Erstellung der Anlagen von nationaler Bedeutung kann jedoch nicht ihre alleinige Aufgabe sein. Um den Bau solcher Anlagen weiterhin zu ermöglichen, ist die Unterstützung des Bundes wichtig. Zudem ist die Aufnahme ins NASAK zu einer Art Gütesiegel für Sportanlagen geworden. Die Realisierungschancen können dadurch erheblich verbessert werden.

„Sportämter-Verband“ unter neuer Leitung
An der Generalversammlung der Arbeitsgemeinschaft Schweizeri-scher Sportämter (ASSA) vom 31. Mai 2012 wechselte das Präsidium statutengemäss in die Westschweiz. Der bisherige Präsident Gerold Lauber (Stadtrat von Zürich) übergab die Leitung des Verbandes an Sami Kanaan, Conseiller administratif (Stadtregierung) der Stadt Genf. Ein Bericht über die Generalversammlung ist auf der Webseite der ASSA zu finden (ASSA-GV 2012).

 

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Liebe Leserinnen und Leser,

Unser Sportminister Bundesrat Ueli Maurer hat bei der Beratung der Bot-schaft über die NASAK-Finanzhilfen folgendes gesagt: „Die Schweiz, und das hat mich selbst etwas erstaunt, gehört wahrscheinlich in Bezug auf Sportanlagen zu den Entwicklungs-ländern“.

Aus der Sicht der Städte und Gemeinden ist dazu eine Präzisierungen erforderlich:

Es trifft zu,
dass in der Schweiz bezüglich der Sportanlagen von nationaler Bedeutung noch immer ein grosser Nachholbedarf besteht. Deshalb ist es wichtig, dass der Bund den Bau und die Modernisierung der entsprechenden Infrastruktur weiterhin unterstützt.

Es wäre jedoch völlig falsch,
die bundesrätliche Bemerkung auf die Gesamtheit der Schweizer Sport-anlagen zu beziehen. Die insbesondere von den Städten und Gemeinden erstellten Breitensportanlagen weisen einen hohen Standard auf, der kaum in einem unserer Nachbarländer in dieser Qualität anzutreffen ist.

Ich gehe davon aus, dass unser Sportminister, der viele international bedeutende Sportanlagen besucht hat, bei seinem Votum an die Anlagen für die Durchführung internationaler Top-Anlässe gedacht hat. Wenn das so ist, dann ist seine Bemerkung nachvollziehbar. Wenn dies jedoch seine Meinung über die Gesamtheit unserer Sportanlagen sein sollte, dann würde ich ihn gerne einmal zu einer Sportanlagen-Rundreise durch die Schweiz einladen.

Freundliche Grüsse

Sami Kanaan
Präsident ASSA
Conseiller administratif der Stadt Genf

 

Herausgeber und Redaktion:
Arbeitsgemeinschaft Schweizerischer Sportämter
ernst.haenni@assa-asss.ch
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