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Nr. 3 - November 2011  
       

Fussball ohne Chaoten

encouragement du sport
Foto BASPO

Woche für Woche spielen Tausende in unserem Land Fussball. Die Fussballverbände und Klubs leisten insbesondere auf dem Gebiet des Breitensports und der Nachwuchsförderung grossartige Arbeit. Dafür sind wir dankbar. Im Spitzenfussball haben wir dagegen massive Probleme, die schnell gelöst werden müssen.

Alle sind sich einig, dass gegen die Chaoten etwas unternommen werden muss, die bei Spielen der Swiss Football League (SFL) wü-ten. Alle sind sich einig, dass Gewalteskalationen und das Werfen von Pyros verhindert werden müssen. Über die Massnahmen ist man sich jedoch noch nicht einig. Die SFL und die Fussballclubs sehen die Sache anders als Bund, Kantone und Städte.

Der nationale Runde Tisch zur Bekämpfung von Gewalt rund um Sportanlässe wurde deshalb aufgelöst. Und die Konferenz der kantonalen Polizei- und Justizdirektorinnen und -direktoren (KKJPD) arbeitet an einer Verschärfung des Konkordats über Massnahmen gegen Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen (Hooligan-Konkordat). Insbesondere sollen für die Durchführung von Fussballspielen der obersten Ligen künftig behördliche Bewilligungen erteilt werden müssen, die mit Auflagen verbunden werden können. Mögliche Auflagen wären z.B. Vorgaben für die An- und Rückreise von Gästefans, Identitätskontrollen beim Einlass in die Stadien, Vermummungsverbot, Verbot von pyrotechnischen Gegenständen, Transparenten, Fahnen und Megaphonen oder Rayonverbote überführter Täter für die ganze Schweiz. Falls die Auflagen nicht erfüllt würden, könnten die Fussballspiele nicht durchgeführt werden. Mit einer Inkraftsetzung des Hooligan- Konkordats ist im nächsten Jahr zu rechnen.

Noch haben SFL und die Fussballclubs etwas Zeit, um selber glaubwürdige Massnahmen zur Lösung der Probleme zu ergreifen. Die ASSA hofft, dass die Verantwortlichen die Zeichen der Zeit erkennen. Sollte dies nicht der Fall sein, ist die Zeit jedoch abgelaufen. Dann müssen die Kantone und Städte die Sache selbst in die Hand nehmen und den Tarif durchgeben. Mit dem verschärften Hooligan-Konkordat erhalten sie die nötigen Mittel dazu.

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Liebe Leserinnen und Leser,

Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass Montenegro in der Qualifikation für die Fussball Europameisterschaft 2012 mehr Punkte auf dem Konto hat als die Schweiz und dass in unseren Stadien zu oft Kriminelle Regie führen. Was die Resultate der Nationalmannschaft anbetrifft, so werden bestimmt wieder bessere Zeiten kommen. Anders sieht es bei der Gewalteskalation in unseren Stadien aus. Hier herrscht dringender Handlungsbedarf.

Zu erfreulicheren Themen:

Das neue Sportförderungsgesetz wurde nach einem langen Differenzbereinigungsverfahren von beiden Räten verabschiedet. Herzlichen Dank an alle Parlamentsmitglieder, die sich in unserem Sinne engagiert haben und auch an jene (Ständerätinnen und Ständeräte), die am Schluss dem Sport zuliebe über den eigenen Schatten gesprungen sind. Natürlich wird sich die ASSA in den nächsten Wochen auch an der Vernehmlassung zur Sportförderungsverordnung beteiligen.

Die ASSA konnte in den letzten Monaten etliche Neumitglieder begrüssen. Von der in Städten (ab 10‘000 Personen) wohnhaften Bevölkerung der Schweiz vertreten wir nun über 80%! Bei der Anzahl Gemeinden d.h. insbesondere den Gemeinden zwischen ca. 8000 und 20‘000 Einwohnerinnen und Einwohnern möchten wir noch zulegen. Wir werden daher unser Angebot für Gemeinden dieser Grösse ausbauen und die Mitgliederbeiträge etwas reduzieren, um dieses Ziel möglichst bald zu erreichen.

Gerold Lauber
Präsident ASSA
Stadtrat von Zürich

 

Herausgeber und Redaktion:
Arbeitsgemeinschaft Schweizerischer Sportämter
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