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Nr. 1 - Januar 2011  
       

Trotz Olympiaträumen nicht vergessen:

Jährliche Top-Anlässe braucht das Land!

© Weltklasse Zürich

Es ist das gute Recht von Swiss Olympic und Bundesrat, sich um Olympische Winterspiele in der Schweiz zu bemühen. Ein solcher Anlass würde, wie der Bundesrat schreibt, Impulse nicht nur für den Sport, sondern auch für die Gesellschaft und die föderale Zusammenarbeit von Bund, Kantonen und Gemeinden auslösen und hätte beträchtliche positive Auswirkungen auf Tourismus-, Freizeit- und Sportindustrie. Wie der Bundesrat weiter ausführt, hätte eine Kandidatur nur dann eine Chance, wenn das Internationale Olympische Komitee bereit ist, „im Gegensatz zum Trend der letzten Jahre neue Akzente zu setzen“ (d.h. Spiele in einem kleineren Rahmen zuzulassen). Die Chancen einer Schweizer Bewerbung sind also nur vorhanden, wenn die Rahmenbedingungen geändert werden.

Im Gegensatz zu Olympischen Spielen, von welchen man träumen darf, können wir uns in der Realität in unserem Land über viele hochkarätige jährlich stattfindende Internationale Top-Anlässe freuen. Diese dürfen wir keinesfalls vergessen, da sie insgesamt bedeutender sind als ein bestenfalls alle 50 Jahre bei uns stattfindender einmaliger Riesenanlass. Die vom Nationalrat überwiesene Motion, welche ein Konzept für die Unterstützung der internationalen Sportgrossanlässe fordert, verdient unsere Unterstützung. Vom Ständerat wurde die Motion in der Wintersession zwar abgelehnt, allerdings eher aus formalen Überlegungen. Es wurde gesagt, mit Artikel 16* des neuen Sportförderungsgesetzes sei die Motion bereits erfüllt und die Ausarbeitung des verlangten Konzepts liege in der Kompetenz des VBS. Bundesrat Maurer erklärte sich bereit, das Konzept auch ohne Auftrag des Parlaments ausarbeiten zu lassen.

Die Arbeitsgemeinschaft Schweizerischer Sportämter begrüsst die Ausarbeitung des Konzepts und ist gerne bereit, daran mitzuarbeiten. „Host Cities“ all dieser Anlässe sind ja bekanntlich unsere Mitgliederstädte! Zusätzlich zu den regelmässig stattfindenden Sport-grossanlässen (siehe www.swisstopsport.ch) beherbergen wir Jahr für Jahr in mehreren Sportarten Welt- und Europameisterschaften, 2011 zum Beispiel die Eiskunstlauf-WM in Bern, die Karate-EM in Kloten, die Frauen-Eishockey-WM in Zürich und Winterthur und die Gymnaestrada in Lausanne. Die Erhaltung und Weiterentwicklung der vielen attraktiven Sportgrossanlässe liegt im Interesse aller am Sport interessierten Kreise. Deshalb sollten wir sie unterstützen!

 sportpolitik.ch Nr. 1 / 2011 als pdf

*Der Bund kann internationale Sportanlässe, die von europäischer oder weltweiter Bedeutung sind, unterstützen… Er kann die Vorbereitung und Durchführung von internationalen Sportgrossanlässen fördern und koordinieren…

 

Liebe Leserinnen und Leser,

2010 war ein gutes Jahr für den Schweizer Sport. Bei der Auswahl der Sportlerinnen und der Sportler des Jahres konnten Experten und Publikum auswählen unter (Doppel-) Olympiasiegern, Welt- und u-ropameisterinnen und –meistern, dem Sieger des Tennis-Masters und… und… und…

Auch auf dem Gebiet des Breitensports ist die Schweiz weltmeisterlich, vor allem dank den Angeboten der Sportvereine und den zahlreichen von den Städten und Gemeinden zu günstigen Bedingungen zur Verfügung gestellten, gut unterhaltenen Sportanlagen.

Schliesslich dürfen wir uns auch über das neue Sportförderungsgesetz freuen, welches 2010 im Parlament beraten wurde. Wir werden – nach der Differenzbereinigung zwischen National- und Ständerat – ein gutes Sportgesetz erhalten. Die Arbeitsgemeinschaft Schweizerischer Sportämter würde die griffigere Version des Nationalrates vorziehen, welche die Pflicht, an den Volksschulen wöchentlich mindestens drei Turnstunden zu erteilen, im Gesetz verankern will. Der Ständerat gewichtet die Schulhoheit der Kantone höher als die Schulsport-Sicherung und will es den Kantonen überlassen, wie sie den Sportunterricht an den Schulen gestalten wollen. Wenn die Version des Nationalrates in Kraft treten sollte, würden wir uns freuen, wenn sich jene des Ständerates durchsetzen sollte, werden wir damit leben können, jedoch genau beobachten, was die Kantone tun und im Falle eines Abbaus entsprechend reagieren.

Im Namen der ASSA und der angeschlossenen Städte und Gemeinden wünsche ich Ihnen alles Gute zum neuen Jahr und danke Ihnen für Ihr Engagement zugunsten des Sports.

Gerold Lauber
Präsident ASSA
Stadtrat von Zürich

 

Herausgeber:
Arbeitsgemeinschaft Schweizerischer Sportämter
oliver.wirz@assa-asss.ch
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Redaktion:
Ernst Hänni
buero.haenni@hispeed.ch
www.sportexperte.ch

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